Runderneuerte Reifen

Was genau sind runderneuerte Reifen?

Im Laufe der Zeit wird sich das Profil von Autoreifen verständlicherweise ab. Soweit die Karkasse noch im tadellosen Zustand ist, können diese Autoreifen wieder mit einer neuen Profilsohle bestückt werden. Dies geschieht in einem aufwändigen Verfahren durch Vulkanisierung. Durch die heutigen industriellen Maßstäbe wird hierbei eine hochwertige Verarbeitungsqualität erreicht. Mit unterstehen diese rundumerneuerten Reifen den fabrikfrischen Exemplaren in nichts nach. Bei getesteten Winterreifen konnte auf vereisten und verschneiten Straßen eine optimale Haftung bescheinigt werden. Aber auch in Bezug der Schnell-Lauftauglichkeit bei erneuerten Sommerreifen konnten diese durchaus mithalten. Leichte Einbußen müssen jedoch in Bezug auf die Brems Eigenschaften hingenommen werden. Durch das Vulkanisieren einer neuen Lauffläche kommt es auch zu einem höheren Verschleiß.

Die schlechten Imageprobleme von runderneuerten Reifen müssen überdacht werden

Der größte Vorteil ist natürlich der wesentlich günstigere Preis von runderneuerten Reifen. Der schlechte Ruf aus früheren Zeiten stammt daher, dass die Vulkanisierung nicht so weit fortgeschritten war und die Reifen schon einmal unverhofft während der Fahrt sich aufgelöst haben. Heute wird jedoch bei der Produktion ein hohes Kontrollsystem verwendet. Ein Ablösen der Lauffläche sollte damit der Vergangenheit angehören.

Woran erkennt man runderneuerte Reifen?

Bei runderneuerten Reifen wird ein entsprechendes Logo in die Seitenwand eingeprägt. Aktuell gehören der anerkannten Arbeitsgemeinschaft industrieller Runderneuerer, kurz AIR, nur drei Betriebe an, die mit ihren Fabrikaten Rodos, Rigdon und Ökon auf dem Markt vertreten sind. Sie unterliegen auch der gesetzlichen Regelung ECE 108 (108R), so dass runderneuerte Reifen auch von Laien gut zu erkennen sind. Ist auf der Seitenwand beispielsweise ein E1 aufgeprägt, so handelt es sich um einen deutschen Runderneuerer. Die nachfolgende Ziffer 1015 besagt, dass der Reifen in der 10. Kalenderwoche des Jahres 2015 gefertigt wurde. Meist ist auch noch eine zusätzliche Bezeichnung, wie „runderneuert“ oder „retread“ auf der Ausdrucksweise auf geprägt. Alle übrigen Bezeichnungen des Reifens entsprechen denen der Neu-Reifen.

Was sollte beim Kauf beachtet werden?

In erster Linie lohnen sich runderneuerte Winterreifen. Hier können sogar Einsparungen bis zu 50 % erzielt werden. Empfehlenswert sind aber auch die Sommerreifen, die jedoch in erster Linie für leistungsschwächere Automobile verwendet werden sollten. Geschwindigkeiten über 190 km/h sind mit runderneuerten Reifen nicht zu empfehlen. Wer also nicht für Hochleistungszwecke einen Reifen sucht, der kann für den gewöhnlichen Alltag ruhig auf einen günstigen runderneuerten Autoreifen zurückgreifen.

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