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Dürfen Winterreifen im Sommer gefahren werden?

Viele Autofahrer fahren viel zu lange mit ihren aufgezogenen Winterreifen. Teilweise werden diese aus Bequemlichkeit oder falsch verstandener Sparsamkeit sogar im Sommer gefahren. Winterreifen unterscheiden sich in der Reifenmischung erheblich von Sommerreifen. Die konstruktionsbedingten Nachteile kommen im Sommer meist dann zum Tragen, wenn es schon zu spät ist.


Je wärmer die Temperaturen, desto schädlicher ist dies für Winterreifen

Winterreifen lieben die kalten Temperaturen bei Eis und Schnee. Sie sollen auf vereisten Fahrbahnen den nötigen Grip aufweisen und sind daher aus einer wesentlich weicheren Gummimischung hergestellt als Sommerreifen. Mit steigenden Sommertemperaturen verlieren Winterreifen diesen Grip und der Verschleiß erhöht sich. Die Reifen sind hitzeempfindlicher und können bei hohen Außentemperaturen nicht genügend Seitenführungskräfte und Bremskräfte aufbringen.

Längere Bremswege durch weichere Gummimischungen

Wer im Sommer mit Winterreifen unterwegs ist, riskiert hierdurch deutlich längere Bremswege. In vielen Tests wurde herausgefunden, dass schon bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius sich der Bremsweg von Winterreifen um etliche Meter verlängert. Ein Fahrzeug mit Sommerreifen kommt daher viel früher zum Stehen. Der Grund liegt in der weicheren Gummimischung, welche bei höheren Temperaturen zu einem schwammigen Fahrgefühl führt. Wie zuvor dargelegt, ist auch der Reifenverschleiß überproportional höher. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Winterreifen im Sommer auch einen höheren Kraftstoffverbrach nach sich ziehen.

Wie sieht es gesetzlich aus?
Ein Verbot gibt es nicht, im Sommer auch mit Winterreifen unterwegs zu sein. Jedoch braucht ein Fahrzeug mit Winterreifen im Sommer wesentlich länger, bis es zum Stillstand kommt. Insoweit kann es bei einem Unfall Probleme mit der Haftpflichtversicherung geben, auch wenn man selbst nicht am Unfall Schuld hat.

Die O-bis-O-Regelung beachten

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, der sollte die O-bis-O-Regelung beachten. Sommerreifen sollten danach von Ostern bis Oktober gefahren werden. Dies sorgt nicht nur für mehr Fahrsicherheit, sondern schont letztlich auch den Geldbeutel. Eine einzige Alternative wären die besagten Ganzjahresreifen. Diese sind eine Mittellösung zwischen Sommer- und Winterreifen. Es wird jedoch empfohlen, diese Reifen nur in Regionen mit milderen Klimaverhältnissen zu fahren. Bei sehr winterlichen Verhältnissen, können in der Regel auch Ganzjahresreifen nicht helfen.

 

 
 
 

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