Michelin

Reifenhersteller-Michelin

Die Geschichte von Michelin

Im Jahr 1889 beginnt die Geschichte des heute weltweit zweitgrößten Reifenherstellers der Welt in Clermont-Ferrand, Frankreich. Die Brüder Édouard und André Michelin erbten den kautschukverarbeitenden Betrieb ihres Großvaters und gründeten ihr Unternehmen "Michelin & Compagnie". Zu dieser Zeit nutzen die Michelins bereits Bibendum, in Deutschland schlicht als "Michelin Mann" bekannt, als Maskottchen. Zwei Jahre nach der Gründung hatten die Brüder, etwa zeitgleich mit ihrem späteren schottischen Konkurrenten John Dunlop, die Idee, einen luftgefüllten Fahrradschlauch zu entwickeln und zu patentieren.

Reifenhersteller mit riesen Angebot

Der Luftschlauch ist heute längst Geschichte. Doch nach wie vor erwirtschaftet das Unternehmen auch heute noch 98% des Umsatzes mit der Reifenherstellung. Das Angebot ist während der über hundertjährigen Geschichte Michelins allerdings stetig gewachsen. Neben den klassischen Fahrradreifen wurden bereits Reifen für reine Nutzfahrzeuge, aber auch für Raumfähren in Michelin-Werken hergestellt. Etwa 180 Millionen Reifen sind es pro Jahr. Für die Produktion verantwortlich sind 115.000 Mitarbeiter, die in 69 Werken in 18 Ländern ihre Arbeit verrichten.

Umwelbewusster Einsatz von Ressourcen

Der Konzern legt viel Wert auf eine besonders umweltschonende Produktion. Dies beginnt bereits bei der Entwicklung neuer Produkte, die auf den sparsamen Einsatz von Ressourcen abzielt. Im Jahr 1998 wurde zu diesem Zweck die Bibendum Challenge ins Leben gerufen. Auf der jährlich stattfindenden Veranstaltung, die von Michelin finanziert wird, werden neue Konzepte und Ideen vorgestellt, Mobilität im 21. Jahrhundert zu verbessern und nachhaltiger zu gestalten. Zu den wichtigsten Themen der Bibendum Challenge gehören zum Beispiel die Sicherheit im Straßenverkehr oder die Reduktion von Kohlenstoffdioxid-Emissionen.

Kritik am Michelin

Trotz guter Absichten und Engagement in der Umweltpolitik, geriet Michelin in der Vergangenheit in Kritik. Das Unternehmen zerstörte Regenwälder in Indien und Nigeria, um weitere Kautschukplantagen zu errichten. Nach wie vor befindet sich der Hauptsitz der Aktiengesellschaft Michelin in Clermont-Ferran. Seit Mai 2012 ist Jean-Dominique Senard der Vorsitzende Michelins. Er ist der somit der erste Vorsitzende, der nicht zur Familie Michelin gehört.